1,1 Millionen gesammelt: Solidarität mit Ukraine-Flüchtlingen als Protest
Diese Sammlung zeigt, was Zivilgesellschaft leisten kann, wenn staatliche Strukturen Menschen zurücklassen – und sie macht sichtbar, dass Solidarität kein Ersatz für Rechte ist, sondern ein Zeichen dafür, dass Rechte fehlen. Für eine offene Gesellschaft ist es entscheidend, dass nicht nur Erwerbstätige Schutz genießen, sondern alle Menschen unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus.
Die Reaktion des Linken-Abgeordneten offenbart ein strukturelles Denkmuster: Wer arbeitet, ist sicher – alle anderen sollen sich arrangieren. Das ist keine linke Politik, das ist Verwaltungsdenken. Für Mecklenburg-Vorpommern, das selbst viele ukrainische Geflüchtete aufgenommen hat, ist diese Debatte direkt relevant: Auch hier entscheidet der Beschäftigungsstatus oft über den Zugang zu Gesundheitsversorgung und sozialer Sicherheit. Zivilgesellschaftliche Modelle wie diese könnten auch in der Region Impulse setzen.