Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Tuesday, 19. May 2026
Ticker
Demokratie & Zivilgesellschaft

AfD-Aufstieg stoppen: Was Psychologie und Politik empfehlen

Angst und Kontrollverlust treiben Menschen zur AfD – das ist keine neue Erkenntnis, aber eine wichtige. Wer diese Gefühle ernst nimmt statt sie wegzureden oder zu belächeln, kommt ins Gespräch. Konkrete Gegenstrategien setzen auf echte politische Beteiligung, verständliche Sprache und sichtbare Alternativen. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Menschen das Gefühl kennen, politisch nicht gehört zu werden, könnte das den Unterschied machen.

Wenn Angst zur dominanten politischen Währung wird, verlieren demokratische Debatten an Substanz – das ist keine abstrakte Gefahr, sondern Alltag in vielen ostdeutschen Regionen. Wissenschaftlich fundierte Gegenstrategien sind ein wichtiger Beitrag, weil sie zeigen: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss aktiv verteidigt und attraktiv gemacht werden. Für eine offene Gesellschaft entscheidend ist dabei, ob die Sorgen der Menschen – gerade auf dem Land und in strukturschwachen Regionen – wirklich gehört werden.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD seit Jahren besonders stark – das ist kein Zufall, sondern hat mit struktureller Unsichtbarkeit, wirtschaftlicher Unsicherheit und dem Gefühl zu tun, von Entscheidungen ausgeschlossen zu sein. Die im Artikel genannten Ansätze – Ängste benennen, Beteiligung stärken, Alternativen sichtbar machen – sind direkt übertragbar auf Demokratieprojekte in der Region. Zivilgesellschaftliche Initiativen wie Bürgerräte oder kommunale Beteiligungsformate können genau hier ansetzen. Die Frage ist, ob die politisch Verantwortlichen den Mut aufbringen, diese Wege auch wirklich zu gehen.