AfD MV: Wahlprogramm mit völkisch-nationalistischem Grundton
Ein Wahlprogramm, das Identität ethnisch definiert und Symbole der Ausgrenzung fordert, schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sendet ein eindeutiges Signal an alle, die nicht in dieses Bild passen – Zugezogene, Menschen mit Migrationsgeschichte, aber auch alle, die Vielfalt als Stärke begreifen. Demokratische Gesellschaften sind auf das Prinzip gleicher Würde für alle gebaut; Programme, die davon abweichen, sind keine bloße Meinung am Rand, sondern ein Angriff auf dieses Fundament.
Für Mecklenburg-Vorpommern, wo zivilgesellschaftliche Strukturen im ländlichen Raum oft dünn sind, ist die politische Normalisierung völkischer Rhetorik besonders folgenreich. Wer hier lebt und nicht ins ethnische Bild passt, verliert politische Sichtbarkeit – das betrifft auch ostdeutsche Erfahrungen, die gerne instrumentalisiert, aber selten wirklich gehört werden. Gegenkräfte aus Demokratieprojekten, lokalen Bündnissen und Bildungseinrichtungen brauchen öffentliche Aufmerksamkeit und Ressourcen, um wirksam zu bleiben.