Berlin eröffnet Black Communities Center für mehr Teilhabe
Gesellschaftliche Teilhabe braucht mehr als guten Willen – sie braucht Orte, Ressourcen und Strukturen. Ein dauerhaft finanziertes Zentrum, das einer strukturell benachteiligten Gruppe Räume für Vernetzung und Interessenvertretung sichert, stärkt die demokratische Infrastruktur des Gemeinwesens. Wer Stimmen stärkt, die sonst nicht gehört werden, macht Demokratie robuster – nicht weicher.
Das Berliner Zentrum ist ein Modell, das zeigt, wie strukturelle Ausgrenzung mit strukturellen Mitteln beantwortet werden kann. Die Frage, ob vergleichbare Ansätze auch in ostdeutschen Städten wie Rostock oder Schwerin denkbar wären, wo Black Communities kleiner und die Förderstrukturen dünner sind, stellt sich direkt. Zivilgesellschaftliche Akteure in MV könnten das Berliner Modell als Referenz nutzen, um Community-Räume einzufordern, die über Projektförderung hinausgehen.