Bundesförderung für Kulturbauten – auch Anklam profitiert
Kulturelle Infrastruktur in strukturschwachen Regionen ist kein Luxus, sondern ein Standortfaktor für Zusammenhalt und Identität. Wenn der Bund gezielt auch außerhalb der Metropolen investiert, signalisiert das eine Anerkennung, dass kulturelles Leben nicht nur in Berlin stattfindet. Nachhaltig wirkt die Förderung aber nur dann, wenn auch der laufende Betrieb gesichert ist – und nicht nur das Gebäude saniert wird.
Das Otto-Lilienthal-Museum erinnert an einen Pionier der Luftfahrt, der aus der Region stammt – das hat für Anklam und Vorpommern identitätsstiftende Bedeutung. Bundesinvestitionen in solche Einrichtungen können Besucherströme anregen und regionale Wirtschaft stärken, wenn sie von einem schlüssigen Betriebskonzept begleitet werden. Die Frage, die sich stellt: Wer finanziert den Museumsbetrieb nach der Sanierung, und sind die Kommunen dafür personell und finanziell aufgestellt?