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Thursday, 21. May 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Can Dündar: Journalist im Exil über Widerstand und Pressefreiheit

Der türkische Journalist Can Dündar, der wegen seiner Arbeit ins Exil gezwungen wurde, macht deutlich: Pressefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss aktiv verteidigt werden. Sein Beispiel zeigt, wie unabhängiger Journalismus auch unter extremem Druck weiterwirken kann. Für Medienmacher:innen und Bürger:innen in Mecklenburg-Vorpommern ist das eine Erinnerung daran, dass lokale Pressevielfalt und unabhängige Berichterstattung keine Kleinigkeit sind. Wer regionale Medien schwächt, schwächt auch die demokratische Kontrolle vor Ort.

Pressefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für funktionierende Demokratien – wo sie schwindet, folgen Willkür und Machtmissbrauch. Dündars Perspektive als verfolgter Journalist zeigt, welchen persönlichen Preis Menschen zahlen, die demokratische Werte verteidigen, und mahnt Gesellschaften in Europa, diese Freiheiten nicht als selbstverständlich zu betrachten.

Das Interview verdeutlicht, dass Pressefreiheit kein abstraktes Ideal ist, sondern täglich erkämpft und verteidigt werden muss. Für eine offene Gesellschaft ist es wichtig, Vorbilder wie Dündar sichtbar zu machen und zivilgesellschaftliche Unterstützungsstrukturen für verfolgte Journalistinnen und Journalisten zu stärken. Auch in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern können lokale Medien und Bildungseinrichtungen aus solchen Erfahrungen lernen.