China tilgt Tibetisch: Zwangsassimilation beginnt im Kindergarten
Der Schutz sprachlicher und kultureller Minderheitenrechte ist ein Grundpfeiler einer offenen, pluralistischen Gesellschaft – auch auf internationaler Ebene. Wenn staatliche Bildungspolitik gezielt dazu eingesetzt wird, Identitäten auszulöschen, betrifft das die Glaubwürdigkeit universeller Menschenrechtsnormen, die auch Europa und Deutschland mitunterzeichnet haben. Der Fall Tibet zeigt exemplarisch, wie autoritäre Systeme kulturelle Vielfalt als Bedrohung behandeln, anstatt sie als Stärke zu begreifen.
Europa und Deutschland stehen vor der Frage, wie konsequent sie Menschenrechtsverpflichtungen gegenüber China einfordern, wenn wirtschaftliche Interessen dagegenstehen. Der Bericht liefert konkrete Belege für politische Entscheidungsträger, die Handelsgespräche mit Menschenrechtsdialogen verknüpfen wollen. Bildung als Instrument der Zwangsassimilation ist kein historisch abgeschlossenes Phänomen, sondern eine gegenwärtige Realität, die internationale Zivilgesellschaft und Parlamente zum Handeln auffordert.