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Tuesday, 19. May 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

CO2-Konzentration erreicht im Mai 2026 neuen saisonalen Höchstwert

Die globale CO2-Konzentration hat im Mai 2026 laut Copernicus Climate Change Service einen neuen saisonalen Höchstwert erreicht und liegt damit erneut über dem Vorjahreswert von rund 427 ppm. Der jährliche Zuwachs von etwa 2–3 ppm hält seit mehr als einem Jahrzehnt unvermindert an, die vorindustrielle Konzentration von 280 ppm ist inzwischen um mehr als 50 Prozent überschritten. Diese Daten unterstreichen den anhaltenden Handlungsdruck und zeigen, dass Klimaschutzmaßnahmen – darunter der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien – deutlich an Tempo gewinnen müssen. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen günstigen Wind- und Solarpotentialen bedeutet das: Jede zusätzliche Kilowattstunde aus Bürgerenergiegenossenschaften oder kommunalen Projekten ist ein konkreter, messbarer Beitrag zur Trendwende.

Dieser Wert macht jedes politische Narrativ einer funktionierenden Klimapolitik zur Fiktion: Die Emissionen sinken global nicht, sie steigen. Deutschland subventioniert fossile Energieträger laut Umweltbundesamt weiterhin mit über 60 Milliarden Euro jährlich – gleichzeitig verfehlt die Bundesregierung ihre eigenen Klimaschutzziele nach dem Bundes-Klimaschutzgesetz. Solange fossile Subventionen fließen und Konzerne wie RWE, TotalEnergies und Shell neue Förderinfrastruktur ausbauen, ist jede Zielverfehlung kein Unfall, sondern politische Entscheidung.