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Thursday, 21. May 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

CORRECTIV stärkt Medienkompetenz auf der re:publica 2026

Das Recherchezentrum CORRECTIV nutzt die re:publica 2026, um mit Workshops und Live-Formaten Medienkompetenz für alle zugänglich zu machen – unabhängig von Bildungsgrad oder Herkunft. Der Ansatz erkennt an, dass kritische Mediennutzung keine Frage des Milieus sein sollte, sondern Grundlage politischer Teilhabe für alle ist. Gerade in Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, wo unabhängiger Lokaljournalismus dünn gesät ist, brauchen Menschen Werkzeuge, um Nachrichten einzuordnen und Desinformation zu erkennen.

Medienbildung ist keine Frage des persönlichen Interesses, sondern eine demokratische Grundvoraussetzung: Wer Nachrichten nicht einordnen kann, ist anfälliger für Manipulation. Gerade in Regionen wie Ostdeutschland, wo das Vertrauen in etablierte Medien historisch gebrochen ist, braucht es niedrigschwellige Angebote, die nicht belehren, sondern befähigen.

Initiativen wie diese zeigen, dass Demokratieförderung nicht bei der Wahlurne endet – sie beginnt beim Verständnis, wie Öffentlichkeit hergestellt wird und wer dabei das Mikrofon hält. Für Mecklenburg-Vorpommern wäre es ein Gewinn, wenn solche Formate auch abseits Berliner Konferenzräume ankommen – in Bibliotheken, Schulen und Gemeindezentren.