EU Digital Fairness Act: Wer schützt Nutzer – und wer kontrolliert sie?
Digitale Fairness ist keine technische Frage, sondern eine Machtfrage: Wer bestimmt, was Nutzer:innen sehen, klicken und unterschreiben? Gesetze, die manipulative Interfaces und Massenüberwachung durch Konzerne begrenzen, stärken die Handlungsfähigkeit aller – besonders jener, die wenig Medienkompetenz oder rechtliche Ressourcen haben. Ein starker Digital Fairness Act könnte demokratische Teilhabe im Netz absichern, statt sie durch kommerzielle Interessen weiter aushöhlen zu lassen.
Der Digital Fairness Act ist eines der wichtigsten europäischen Digitalgesetze der kommenden Jahre – und sein Ausgang bestimmt, ob das Internet ein Raum für informierte Entscheidungen bleibt oder ein Ort algorithmischer Manipulation wird. Die Debatte zeigt ein bekanntes Muster: Regulierung wird gerne mit Kontrolle verwechselt, und Schutzmaßnahmen landen am Ende bei denen, die ohnehin schon beobachtet werden. Für Ostdeutsche, die wissen wie sich staatliche und strukturelle Überwachung anfühlt, ist das kein abstrakte Frage. Gefordert sind klare Verbote, keine neuen Überwachungspflichten.