EU gibt 80 % für Behandlung aus – nur 3-6 % für Prävention
Eine stärkere Investition in Prävention schützt nicht nur individuelle Gesundheit, sondern entlastet auch öffentliche Haushalte und stärkt die gesellschaftliche Teilhabe – denn Krankheit ist oft auch ein sozialer und wirtschaftlicher Ausschlussgrund. Die Debatte berührt zentrale Fragen der Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen und die Frage, wessen Interessen Gesundheitspolitik primär bedient.
Für Mecklenburg-Vorpommern, das mit überdurchschnittlichem Ärztemangel und einer alternden Bevölkerung kämpft, ist die Präventionsdebatte besonders dringlich. Mehr Mittel für Früherkennung, Gesundheitsförderung und kommunale Präventionsprogramme könnten den strukturellen Druck auf Krankenhäuser und Praxen im ländlichen Raum konkret mindern. Die EU-Initiative gibt politischen Rückenwind für nationale und regionale Reformdebatten.