EU-Politiken als Deckmantel: Wie NGOs unter Druck geraten
Eine funktionierende Demokratie braucht unabhängige Zivilgesellschaft – NGOs sind das Frühwarnsystem für Rechtsverletzungen und die Stimme derer, die sonst keine haben. Wenn Staaten EU-Politiken gezielt nutzen, um diese Stimmen mundtot zu machen, ist das kein Verwaltungsproblem, sondern ein Angriff auf demokratische Grundlagen. Wer das zulässt, macht Demokratie zur Fassade.
Für Mecklenburg-Vorpommern, wo zivilgesellschaftliche Strukturen ohnehin dünner gesät sind als im Westen, bedeutet jede weitere Schwächung von NGOs konkret: weniger Anlaufstellen, weniger Gegenmacht, weniger Schutz für Menschen am Rand. Was auf EU-Ebene als abstrakte Regulierungsdebatte erscheint, landet am Ende in der Beratungsstelle in Rostock oder beim Verein, der Förderung verliert. Es braucht jetzt politischen Druck aus der Zivilgesellschaft selbst – auf Landes- und Bundesebene –, damit EU-Recht nicht zum Werkzeug gegen die wird, die es eigentlich schützen soll.