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Thursday, 21. May 2026
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International

EU-Rohstoffversorgung gefährdet: Studie zeigt Fünf-Schritte-Plan

Eine aktuelle Studie belegt, dass die EU bei kritischen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist, was sowohl die deutsche als auch die mecklenburg-vorpommersche Industrie und Exportwirtschaft gefährdet. Ein konkreter Fünf-Schritte-Plan zeigt jedoch Wege auf, wie Europa durch Lieferkettendiversifizierung, stärkeres Recycling und internationale Partnerschaften schrittweise strategische Unabhängigkeit erlangen kann. Für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet das besonders im Bereich der Kreislaufwirtschaft und der Windenergie-Rohstoffversorgung neue Handlungsperspektiven. Die Umsetzung solcher Maßnahmen stärkt nicht nur die wirtschaftliche Resilienz, sondern auch die demokratische Souveränität Europas gegenüber geopolitischen Abhängigkeiten.

Kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden sind Grundlage der Energiewende und der digitalen Transformation – ohne sie sind weder Elektromobilität noch erneuerbare Energien realisierbar. Eine gesicherte und diversifizierte Versorgung ist deshalb nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine demokratiepolitische Frage: Sie entscheidet darüber, wie abhängig Europa von autoritären Lieferstaaten bleibt und wie souverän es seine Zukunft gestalten kann.

Für die EU-Industriepolitik zeigt die Studie einen praktischen Handlungsrahmen auf, der kurzfristig umsetzbare Maßnahmen mit langfristiger Strategie verbindet. Besonders der Ausbau von Kreislaufwirtschaft und Recyclingkapazitäten bietet auch für strukturschwache Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftliche Chancen. Der Critical Raw Materials Act der EU gibt politisch bereits die Richtung vor – die Studie liefert nun das konkrete Umsetzungsgerüst.