EU testet erstmals seit 2022 gegenseitige Beistandsklausel
Eine funktionsfähige EU-Beistandsklausel stärkt die kollektive Sicherheit aller Mitgliedstaaten und damit auch die Stabilität der europäischen Demokratien. Gerade in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit ist die Fähigkeit der EU, im Krisenfall geschlossen zu handeln, ein wesentlicher Baustein für den Schutz offener Gesellschaften in Europa.
Die Übung zeigt, dass die EU ihre sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit ernst nimmt und eigenverantwortlicher werden will – ein wichtiger Schritt hin zu strategischer Autonomie. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern als NATO-Ostflankenanrainer ist eine gut koordinierte europäische Verteidigungsstruktur besonders relevant. Die Abgrenzung zur NATO verdeutlicht, dass Europa Sicherheit zunehmend als gemeinsames politisches Projekt begreift.