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Tuesday, 19. May 2026
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Regional MV

Gaskraftwerk Lubmin geht als Schenkung an die Ukraine

Das Gaskraftwerk in Lubmin, das einer Bundesgesellschaft gehört, soll als Schenkung an die Ukraine übergehen und dort zur Energieversorgung beitragen. Da die Entscheidungshoheit beim Bund liegt, hatte der Schweriner Landtag keinen Handlungsspielraum – der AfD-Antrag, die Übergabe zu verhindern, scheiterte folgerichtig. Für die Region Lubmin stellt sich nun die Frage, was mit dem Standort langfristig passiert und welche wirtschaftlichen Folgen der Wegfall des Kraftwerks vor Ort hat. Klare Antworten darüber, wie die betroffenen Beschäftigten und die kommunale Infrastruktur abgesichert werden, fehlen bislang.

Die Übertragung eines bundeseigenen Kraftwerks an die Ukraine ist ein konkreter Beitrag zum Wiederaufbau kritischer Infrastruktur in einem Land, das durch den russischen Angriffskrieg massiv unter Energieausfällen leidet. Für die offene Gesellschaft zeigt der gescheiterte AfD-Antrag, dass die demokratische Mehrheit im Landtag Solidarität mit der Ukraine aktiv unterstützt.

Lubmin ist seit Jahren ein zentraler Energie-Knotenpunkt – erst als Endpunkt der Ostsee-Pipeline, jetzt als Standort eines LNG-Terminals. Dass ein Kraftwerk von hier in die Ukraine geht, ist symbolisch wie praktisch bedeutsam. Für die Region bleibt die Frage offen, was mit dem Standort langfristig passiert und ob lokale Arbeitsplätze betroffen sind – das wird in der Bundesdebatte erfahrungsgemäß nicht als erstes geklärt.