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Thursday, 21. May 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Greifswald erforscht Gleichstromtherapie gegen Demenz

Die Universitätsmedizin Greifswald forscht an der gezielten Gleichstromstimulation von Hirnregionen als möglichem Therapieansatz bei Demenz. Ziel ist die Entwicklung nicht-medikamentöser Behandlungsoptionen für eine Erkrankung, die Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Da medikamentöse Therapien bislang nur begrenzte Wirksamkeit zeigen, könnte ein erfolgreicher Nachweis dieser Methode die Versorgung von Betroffenen und ihren Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus erheblich verbessern. Die wissenschaftliche Evidenz befindet sich noch in der Erforschungsphase, weshalb belastbare Aussagen zur klinischen Wirksamkeit erst nach Abschluss der Studien möglich sein werden.

Demenz ist eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft – wirksame Therapien entlasten Betroffene, Pflegende und das Gesundheitssystem gleichermaßen. Regionale Forschungseinrichtungen wie die Unimedizin Greifswald leisten damit einen direkten Beitrag zur Lebensqualität in Mecklenburg-Vorpommern, wo der demografische Wandel besonders ausgeprägt ist.

Für die Gesundheitsversorgung in einem Flächenland mit überdurchschnittlich alter Bevölkerung wie MV sind Therapieinnovationen bei Demenz von besonderer Bedeutung. Die Greifswalder Forschung könnte mittelfristig in die klinische Praxis einfließen und die ambulante wie stationäre Pflege entlasten. Es lohnt sich, die Studienergebnisse im weiteren Verlauf zu beobachten und deren Übertragbarkeit auf die regionale Versorgungsstruktur zu prüfen.