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Tuesday, 19. May 2026
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Regional MV

Greifswald: Sport im Volksstadion sammelt Geld für Krebskranke

Im Greifswalder Volksstadion haben Teilnehmende mit Liegestützen und Sit-Ups Spendengelder für Krebspatienten und Hospizprojekte gesammelt. Diese Aktion zeigt, wie Bürgerinnen und Bürger ohne Förderanträge direkt und unbürokratisch füreinander eintreten können. Solche Initiativen sind gerade im ländlichen MV wichtig, wo soziale Infrastruktur oft dünn ist und betroffene Menschen auf verlässliche Nachbarschaftshilfe angewiesen sind. Es wäre wünschenswert, dass ähnliche Aktionen auch in kleineren Orten wie Parchim oder Ludwigslust Nachahmer finden.

Hospiz- und Krebsversorgung gehört zu den am meisten unterfinanzierten Bereichen im ländlichen Raum – ehrenamtliche Spendenaktionen schließen hier Lücken, die staatliche Strukturen offen lassen. Solche Initiativen stärken den sozialen Zusammenhalt und machen sichtbar, dass Solidarität nicht von oben verordnet werden muss. Für eine alternde Gesellschaft wie in MV ist gute Hospizarbeit kein Randthema, sondern eine Grundfrage des Miteinanders.

Greifswald ist Universitätsstadt mit vergleichsweise guter Infrastruktur – die Frage ist, wie solche Spendengelder konkret in die Fläche wirken, also ob Hospizprojekte auch in Dörfern rund um Greifswald davon profitieren. Benefizaktionen dieser Art sind lobenswert, aber strukturell kein Ersatz für auskömmliche Finanzierung der Hospizarbeit durch Kranken- und Pflegekassen. Nachhaltig ist das Modell dann, wenn die Aktion jährlich stattfindet und die Mittel transparent den Einrichtungen zugutekommen, die den Alltag der Betroffenen tragen.