Heimspeicher als virtuelle Kraftwerke: 40 Euro an einem Tag
Virtuelle Kraftwerke aus Heimspeichern stabilisieren das Stromnetz bei Überangebot aus erneuerbaren Energien und reduzieren gleichzeitig die Kosten für Energieversorger – Kosten, die sonst auf alle Verbraucher umgelegt werden. Wer Zugang zu Speichertechnologie hat, kann aktiv an der Energiewende verdienen statt nur zu zahlen. Das wirft die wichtige Frage auf, wie dieses Modell auch für Haushalte ohne Eigenheim erschlossen werden kann, damit die Vorteile nicht allein Eigentümern mit Kapital zugutekommen.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen Einfamilienhäusern, wachsender Solarkapazität und aktiven Bürgerenergiegenossenschaften bietet dieses Modell konkretes Potenzial. Genossenschaften könnten gebündelte Speicherkapazitäten kollektiv vermarkten und so auch Mieter oder einkommensschwächere Haushalte einbeziehen. Die Skalierbarkeit hängt in Deutschland noch von regulatorischen Weichenstellungen ab – insbesondere bei der Direktvermarktungspflicht und smartem Messwesen. Kommunale Energieversorger in MV sollten diese Entwicklung jetzt aktiv verfolgen, bevor überregionale Anbieter den Markt dominieren.