Historische Wende: Erneuerbare erstmals vor Kohle bei Stromerzeugung
Dass erneuerbare Energien Kohle bei der globalen Stromerzeugung überholen, ist ein Signal, das weit über reine Statistik hinausgeht: Es zeigt, dass die Energiewende keine Utopie ist, sondern gelebte Realität wird. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das, dass der Ausstieg aus fossilen Abhängigkeiten erreichbar ist – vorausgesetzt, politischer Wille und gesellschaftliche Teilhabe bleiben stark. Der Meilenstein schafft auch Rückenwind für lokale Akteure, die kommunale Energieprojekte vorantreiben.
Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern ist dieser globale Trend ein bestätigender Rückenwind: MV zählt bereits zu den Bundesländern mit dem höchsten Anteil erneuerbarer Energien, und der weltweite Trendwechsel stärkt die Argumentation für weiteren Ausbau von Wind- und Solarkapazitäten in der Fläche. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen können diesen Moment nutzen, um Investitionen in lokale Energieinfrastruktur politisch und gesellschaftlich zu legitimieren. Die entscheidende Frage bleibt, wie schnell der Kohleanteil auch absolut sinkt – denn Überholen beim Zubau allein reicht nicht, solange alte Kohlekraftwerke weiter laufen.