Inhaftierte Journalistin Cumpio erhält internationalen Pressefreiheitspreis
Wenn Journalistinnen, die Arme und Unterdrückte sichtbar machen, ins Gefängnis kommen, verliert eine ganze Gesellschaft ihre Augen. Der Fall Cumpio zeigt, dass Pressefreiheit kein abstraktes Ideal ist, sondern konkreter Schutz für Menschen ohne Lobby – und dass internationale Solidarität tatsächlich Druck erzeugen kann. Für eine offene Gesellschaft ist es entscheidend, solche Fälle im öffentlichen Bewusstsein zu halten, auch wenn neue Schlagzeilen sie verdrängen wollen.
Pressefreiheit erodiert nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt – durch Anklagen, Verfahren, Urteile, die Journalistinnen mundtot machen sollen. Der Annenberg-Preis ist ein bewusstes Gegengewicht: Er hält Fälle wie den von Cumpio sichtbar, wenn öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt. Für demokratische Gesellschaften weltweit, auch in Europa, ist das ein Signal: Wer Macht kontrollieren will, greift zuerst die Presse an.