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Thursday, 21. May 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Intelligenz und Politik: Was eine Langzeitstudie über IQ und Konservativismus zeigt

Eine deutsche Langzeitstudie über 35 Jahre zeigt, dass ein hoher IQ kaum Einfluss auf politische Einstellungen hat. Hochintelligente Menschen unterscheiden sich politisch nur geringfügig vom Bevölkerungsdurchschnitt. Lediglich bei Männern mit sehr hohem IQ wurde eine leicht geringere Neigung zu konservativen Haltungen festgestellt. Die Ergebnisse liefern belastbare Hinweise darauf, dass politische Überzeugungen durch viele Faktoren geprägt werden und Intelligenz allein keine entscheidende Rolle spielt.

Die Studie leistet einen Beitrag zur sachlichen Auseinandersetzung mit Vorurteilen über den Zusammenhang von Bildung, Intelligenz und politischer Überzeugung. Für eine offene Gesellschaft ist es wertvoll zu wissen, dass politische Einstellungen nicht primär durch kognitive Fähigkeiten bestimmt werden, sondern von einem breiten Spektrum sozialer und kultureller Faktoren.

Die Erkenntnisse sind für die Demokratieforschung relevant, weil sie Mythen über 'aufgeklärte Eliten' hinterfragen und zeigen, dass politische Pluralität quer durch alle Intelligenzgruppen existiert. Für Bildungs- und Demokratiepolitik bedeutet das: Politische Urteilsfähigkeit und kritisches Denken müssen aktiv gefördert werden – IQ allein schützt nicht vor politischem Konservativismus oder Extremismus.