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Tuesday, 19. May 2026
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Kultur

Jung-Plattschnacker feiern Wettbewerb in Güstrow

Beim Plattdütsch-Wettbewerb in Güstrow haben Kinder eindrucksvoll bewiesen, dass die regionale Sprache im Alltag junger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern lebendig geblieben ist. Solche Veranstaltungen leisten einen wertvollen Beitrag zur Weitergabe des niederdeutschen Spracherbes und stärken gleichzeitig die Heimatidentität der Teilnehmenden. Der Wettbewerb macht deutlich, dass gezielte Förderung und frühe Begeisterung entscheidend sind, damit Plattdeutsch auch künftigen Generationen erhalten bleibt.

Sprachliche Vielfalt ist Teil kultureller Identität – und Plattdeutsch ist in MV mehr als Folklore, es ist gelebte Geschichte. Wettbewerbe wie dieser geben Kindern ein Gefühl von Herkunft und Zugehörigkeit, was gerade im ländlichen Raum, wo viele Strukturen wegbrechen, echte Bedeutung hat. Wer seine Sprache kennt, kennt auch seinen Ort in der Welt.

Plattdeutsch steht und fällt mit den Schulen und Elternhäusern – nicht mit Wettbewerben allein. Die entscheidende Frage ist, ob Plattdeutsch im Lehrplan und in den Kitas der Fläche ankommt, nicht nur in der Kreisstadt Güstrow bei Vorzeigeveranstaltungen. Solange Lehrkräfte fehlen, die die Sprache selbst sprechen, bleibt das Bemühen um Nachwuchs ein zähes Geschäft. Trotzdem: Jedes Kind, das heute Platt spricht, ist ein konkreter Erfolg.