Kokainhandel: Deutschland braucht globale Strategie gegen Kriminalität
Organisierte Kriminalität untergräbt demokratische Strukturen weltweit und wirkt sich über Lieferketten, Geldwäsche und gesellschaftliche Destabilisierung auch auf Europa aus. Eine zivilgesellschaftlich verankerte Strategie stärkt Rechtsstaatlichkeit und Partizipation in fragilen Staaten und schützt so indirekt auch offene Gesellschaften in Deutschland.
Deutschland spielt als eines der größten Konsumländer für Kokain eine zentrale Rolle im globalen Drogenhandel – und trägt damit Mitverantwortung. Entwicklungspolitische Investitionen in legale Wirtschaftsalternativen und die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Strukturen in Lateinamerika wären wirksamer als rein repressive Ansätze. Eine solche Strategie würde auch deutschen Außenpolitikzielen wie Demokratieförderung und nachhaltiger Entwicklung entsprechen.