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Thursday, 21. May 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Liegenddemo in Greifswald: ME/CFS-Betroffene fordern bessere Versorgung

Mit einer Liegenddemo in Greifswald haben ME/CFS-Betroffene und Unterstützer öffentlich auf ihre schwierige Situation aufmerksam gemacht. Die schwere neuroimmunologische Erkrankung zwingt viele Patientinnen und Patienten zu einem Leben in abgedunkelten Räumen und weitgehender Bettlägerigkeit. Die Aktion macht deutlich, wie dringend Mecklenburg-Vorpommern bessere Versorgungsstrukturen, mehr Forschungsengagement und eine stärkere medizinische wie gesellschaftliche Anerkennung dieser Erkrankung benötigt. Für Betroffene bedeutet mehr Sichtbarkeit einen wichtigen Schritt hin zu einer angemessenen Behandlung und Unterstützung.

ME/CFS-Betroffene gehören zu den am stärksten vernachlässigten Patientengruppen im deutschen Gesundheitssystem – die öffentliche Sichtbarmachung ihres Leidens ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung ihrer Lage. Zivilgesellschaftliches Engagement wie diese Demo stärkt den Druck auf Politik und Forschungseinrichtungen, dringend benötigte Ressourcen bereitzustellen. Eine bessere Versorgung käme nicht nur ME/CFS-Betroffenen zugute, sondern auch Long-COVID-Patient:innen mit ähnlichen Symptomen.

Die Demonstration in Greifswald zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern auch bei seltenen und chronischen Erkrankungen zivilgesellschaftlich aktiv ist. Die Universitätsmedizin Greifswald bietet als Forschungsstandort Potenzial, ME/CFS stärker in den Fokus zu rücken. Kommunen und Gesundheitspolitik in MV sind gefordert, barrierefreie und spezialisierte Versorgungsangebote für Schwerkranke auszubauen.