Narges Mohammadi kämpft ums Überleben – Druck auf Berlin wächst
Der Fall Mohammadi steht exemplarisch für den weltweiten Kampf um Menschenrechte und Pressefreiheit unter autoritären Regimen. Für eine offene Gesellschaft ist es bedeutsam, dass demokratische Staaten wie Deutschland ihre außenpolitische Glaubwürdigkeit durch konsequentes Eintreten für inhaftierte Menschenrechtsverteidiger unter Beweis stellen.
Als Mitglied des UN-Menschenrechtsrats trägt Deutschland besondere Verantwortung, im Fall Mohammadi diplomatischen Druck auf den Iran auszuüben. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Parlamentarier fordern konkrete Schritte wie diplomatische Demarchen, öffentliche Stellungnahmen und die Nutzung bilateraler Wirtschaftsbeziehungen als Hebel. Das internationale Schweigen gegenüber solchen Fällen schwächt die globale Menschenrechtsarchitektur und sendet falsche Signale an andere autoritäre Staaten.