Neubrandenburg: Schüler lesen gegen das Vergessen
Wer Bücher verbrennt, verbrennt Menschen – dieser Satz gilt heute so wie 1933. Gedenkveranstaltungen wie diese erinnern daran, dass Meinungsfreiheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv verteidigt werden muss. Wenn Jugendliche diese Botschaft in die Mitte ihrer Stadt tragen, stärkt das genau die demokratische Kultur, die Extremismus keinen Raum lässt.
Neubrandenburg zeigt, wie Erinnerungskultur funktioniert, wenn sie nicht im Museum bleibt: Schüler lesen auf dem Marktplatz, dort wo alle vorbeikommen. Das ist kein Historienunterricht, sondern ein klares Signal im öffentlichen Raum. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo rechtsextreme Strömungen nach wie vor stark sind, braucht es solche sichtbaren Zeichen – und Menschen, die sie setzen.