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Tuesday, 19. May 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Neues Heizungsgesetz: Städtebund warnt vor Förderchaos

Der Deutsche Städtebund warnt vor widersprüchlichen Förderanreizen im neuen Heizungsgesetz: Statt klarer Orientierung drohe ein Förderchaos, das Kommunen und Haushalte finanziell überfordert und die Wärmewende ausbremst. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Anteil an Altbauten und einkommensschwächeren Haushalten wären unklare Förderstrukturen besonders problematisch. Sozial gestaffelte, transparente Förderprogramme sind entscheidend, damit auch einkommensschwache Haushalte den Heizungstausch stemmen können. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen in MV brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um Wärmeprojekte planbar und finanzierbar umzusetzen.

Eine erfolgreiche Wärmewende ist nur möglich, wenn Förderinstrumente einfach, gerecht und verlässlich gestaltet sind – gerade für einkommensschwache Haushalte. Widersprüchliche Anreize untergraben das Vertrauen in staatliche Klimaschutzpolitik und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt bei einem der zentralen Transformationsthemen. Klare Regeln hingegen stärken die Planungssicherheit für Kommunen, Handwerk und Bürgerinnen gleichermaßen.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist das besonders brisant: Viele Kommunen im ländlichen Raum haben ohnehin knappe Haushaltsmittel und sind auf verlässliche Bundesförderung angewiesen, um Wärmepumpen oder Fernwärme voranzubringen. Ein unübersichtliches Fördersystem trifft hier härter als anderswo, weil die Beratungsstrukturen dünner sind. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Energieversorger brauchen jetzt Planungssicherheit, um Projekte anzustoßen – die Politik ist gefordert, nachzubessern.