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Tuesday, 19. May 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Oxford-Studie: Kohle-Aerosole fressen Solargewinne auf

Eine neue Studie aus Oxford quantifiziert erstmals, wie stark Kohle-Aerosole die Solarstromproduktion weltweit mindern: Global gehen 5,8 Prozent der Solarleistung verloren, in stark belasteten Regionen wie China werden fast 40 Prozent des jährlichen Solarzubaus durch Feinstaub aus Kohlekraftwerken wieder neutralisiert. Für Mecklenburg-Vorpommern ist das eine gute Nachricht: Die Luft in MV ist vergleichsweise sauber, und der Kohleausstieg im deutschen Strommix verbessert die Ertragsgrundlage für bestehende und geplante Solaranlagen weiter. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen in der Region können daraus ein zusätzliches Argument für beschleunigte Solarprojekte ableiten, da sinkende Luftverschmutzung die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen langfristig stabilisiert.

Die Studie macht sichtbar, dass Kohlekraftwerke nicht nur direkten CO2-Schaden anrichten, sondern aktiv den Ertrag erneuerbarer Energien sabotieren – ein doppelter Schaden für Klimaschutz und Investitionssicherheit. Für eine offene Gesellschaft ist diese Evidenz wichtig, weil sie zeigt, dass Technologiepfade nicht neutral nebeneinander existieren, sondern sich gegenseitig behindern oder fördern können.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem windreichen Klima und wachsenden Solarkapazitäten ist die Botschaft eindeutig: Saubere Luft ist eine Voraussetzung für maximale Solarerträge, und die hiesige Abkehr von fossilen Energien zahlt sich doppelt aus. Bürgerenergiegenossenschaften in MV können mit dieser Studie argumentieren, dass ein konsequenter Kohleausstieg nicht nur klimapolitisch, sondern auch betriebswirtschaftlich die Erträge ihrer Anlagen verbessert.