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Thursday, 21. May 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

PFAS im Babyblut: Studie sieht Zusammenhang mit Leukämierisiko

Eine aktuelle Studie hat PFAS-Chemikalien im Blut von Säuglingen nachgewiesen und Hinweise auf ein erhöhtes Leukämierisiko bei Kindern gefunden. Die als 'Ewigkeitschemikalien' bekannten Substanzen sind in zahlreichen Alltagsprodukten enthalten und gelangen so in den menschlichen Körper. Die wissenschaftliche Evidenz ist noch als vorläufig einzustufen, verstärkt jedoch den Ruf nach strengeren EU-weiten Grenzwerten und einer deutlichen Einschränkung des PFAS-Einsatzes. Verbraucherinnen und Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern können ihr Risiko durch die bewusste Wahl PFAS-freier Produkte wie unbeschichteter Kochutensilien und zertifizierter Lebensmittelverpackungen bereits heute reduzieren.

Die Forschungsergebnisse berühren den Gesundheitsschutz der besonders vulnerablen Gruppe von Säuglingen und Kleinkindern, was staatliches Handeln beim Verbraucherschutz dringend erfordert. Eine konsequente PFAS-Regulierung liegt im gesamtgesellschaftlichen Interesse und schützt nicht nur Einzelne, sondern entlastet langfristig auch das Gesundheitssystem. Die Studie liefert evidenzbasierte Grundlage für politische Entscheidungen, die Bürgerinnen und Bürger aktiv einfordern können.

Die Studie ist ein wichtiger Baustein für eine evidenzbasierte Chemikalienpolitik, die in Deutschland und auf EU-Ebene bereits diskutiert wird. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner landwirtschaftlich geprägten Fläche und Trinkwasserversorgung aus Grundwasser ist die PFAS-Belastung besonders relevant, da die Stoffe Böden und Gewässer langfristig kontaminieren können. Präventive Maßnahmen – von der Produktkennzeichnung bis zum Verbot in Lebensmittelverpackungen – sind kurzfristig umsetzbar und sollten von Verbraucherschutzbehörden priorisiert werden.