Polen 2036: Zivilgesellschaft plant ihre eigene Zukunft
Zivilgesellschaft, die vorausschauend plant statt nur zu reagieren, ist ein Stabilitätsanker für die Demokratie – besonders in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung. Das Projekt zeigt: Wer die Strukturen des Engagements sichert, sichert auch demokratische Teilhabe für Menschen, die sonst keine Lobby haben. Dass hier explizit Arbeitsbedingungen und Leitungskrisen thematisiert werden, ist ehrlich und überfällig.
Für ostdeutsche Zivilgesellschaft, die ähnliche Probleme kennt – Fördermittelabhängigkeit, Erschöpfung, fehlende Kontinuität – ist dieser Ansatz ein mögliches Vorbild. Die Methode, mehrere Zukunftsszenarien zu entwickeln statt eine einzige Prognose zu erstellen, gibt Organisationen Handlungsspielraum und stärkt ihre strategische Eigenständigkeit. Mecklenburg-Vorpommern mit seiner schwachen Zivilgesellschaftsinfrastruktur könnte von ähnlichen Foresight-Prozessen auf Landesebene direkt profitieren.