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Thursday, 21. May 2026
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International

Putin sieht Ukraine-Krieg dem Ende entgegen

Wladimir Putin äußerte sich nach der Siegesparade am 9. Mai zuversichtlich, dass der Krieg in der Ukraine sich seinem Ende nähere. Ein direktes Gespräch mit Präsident Selenskyj knüpft Putin jedoch an die Bedingung einer finalisierten Friedensvereinbarung. Parallel dazu trat ein von US-Präsident Trump vermittelter dreitägiger Waffenstillstand in Kraft, der auch einen Gefangenenaustausch von je 1.000 Soldaten auf beiden Seiten vorsieht und als möglicher erster Schritt zu dauerhaften Verhandlungen gewertet werden kann.

Signale aus Moskau über ein mögliches Kriegsende sind für die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur von Bedeutung und betreffen Millionen Menschen, die auf Frieden und Stabilität in Europa angewiesen sind. Kritisch zu bewerten ist Putins Interesse an Gerhard Schröder als Verhandlungspartner für ein neues europäisches Sicherheitsabkommen, was demokratisch legitimierte Strukturen umgehen würde.

Die Äußerungen Putins sind Teil einer Informationsoffensive, die Verhandlungsbereitschaft signalisiert, ohne konkrete Zugeständnisse zu machen. Europa sollte eigene diplomatische Initiativen stärken und die Abhängigkeit von US-amerikanischer Vermittlung reduzieren. Der Waffenstillstand bietet einen Rahmen, den die EU aktiv nutzen könnte, um multilaterale Friedensgespräche voranzutreiben.