Riesen-Tauchsieder für grüne Fernwärme: Modell für den Norden?
Power-to-Heat verbindet zwei drängende Probleme der Energiewende: Abregelung von Erneuerbaren bei Netzüberlastung und fossile Fernwärme in Städten. Wer Fernwärme nutzt, profitiert direkt von sinkenden CO2-Emissionen ohne eigene Investitionen – das macht dieses Modell besonders sozial gerecht. Zugleich stärkt es die Versorgungssicherheit, weil Überschussstrom sinnvoll genutzt statt vernichtet wird.
50Hertz ist auch der zuständige Übertragungsnetzbetreiber für Mecklenburg-Vorpommern, wo Windstrom-Abregelung ein massives und teures Problem darstellt. Schwerin, Rostock und Greifswald betreiben eigene Fernwärmenetze, die heute noch großteils fossil gespeist werden – hier liegt enormes Potenzial für identische Anlagen. Die Technologie ist erprobt, die Kosten sinken, und kommunale Stadtwerke könnten in Partnerschaft mit 50Hertz ähnliche Projekte realisieren. Bürgerenergiegenossenschaften könnten perspektivisch als Wärmeabnehmer oder Mitfinanzierer eingebunden werden.