Rohstoffe statt Demokratie: USA und das neue Scramble for Congo
Der Artikel zeigt, wie geopolitische Rohstoffinteressen demokratische Prinzipien und Antikorruptionsarbeit verdrängen können – ein Muster, das globale Lieferketten und damit auch Verbraucher in Europa direkt betrifft. Die Frage, wer von kritischen Mineralien für Elektroautos und Elektronik profitiert, ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage der grünen Transformation. Zivilgesellschaftliche Kontrolle über Ressourcenverträge ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung und demokratische Souveränität.
Der Kongo-Konflikt berührt europäische Rohstoffabhängigkeiten direkt, da Kobalt und Lithium essenziell für die Energiewende sind. Europas eigene Rohstoffstrategie muss sich an Transparenz- und Menschenrechtsstandards messen lassen, die im US-Ansatz offenbar fehlen. Für eine zukunftsfähige internationale Politik bedeutet das: Handelsabkommen müssen an demokratische Governance und Antikorruptionsbedingungen geknüpft werden, nicht allein an Investitionsinteressen.