Rostock-Schmarl: 256 neue Wohnungen bis 2028 geplant
Bezahlbarer Wohnraum ist eine der drängendsten sozialen Fragen in Rostock – neue Wohnungen allein lösen das Problem nicht, wenn die Mietpreise für einkommensschwache Haushalte unerreichbar bleiben. Für eine offene Gesellschaft ist entscheidend, ob Stadtentwicklung auch jene einschließt, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, oder ob Neubauprojekte primär besserverdienende Bevölkerungsgruppen bedienen.
Schmarl ist kein Nobelviertel – der Stadtteil hat eine soziale Durchmischung, die es zu erhalten gilt. 256 Wohnungen klingen nach viel, aber die Frage ist: Wie viele davon sind Sozialwohnungen, wie viele liegen unter 10 Euro Kaltmiete? Wenn das in der Pressemitteilung fehlt, fehlt das Wesentliche. Rostock braucht kein Wohngebiet für Leute, die schon Optionen haben.