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Thursday, 21. May 2026
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Kultur

Rzewski und Rostock-Lichtenhagen: Musik als Erinnerungsarbeit

Ein Musikwerk des Komponisten Frederic Rzewski widmet sich dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen im August 1992, bei dem Rom:nja und Vietnames:innen über vier Tage von einem rechten Mob angegriffen wurden. Das Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur in Mecklenburg-Vorpommern und macht dieses dunkle Kapitel der Nachwendegeschichte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Kunst kann dabei helfen, historische Verantwortung wachzuhalten und gesellschaftliche Lernprozesse anzustoßen.

Die künstlerische Aufarbeitung von Rostock-Lichtenhagen stärkt die demokratische Erinnerungskultur und erinnert daran, dass Rassismus und Mob-Gewalt keine Abstraktionen sind, sondern reale gesellschaftliche Gefahren. Für eine offene Gesellschaft ist es essenziell, solche Ereignisse nicht zu verdrängen, sondern sie als Mahnung und Lernmoment im kollektiven Gedächtnis zu verankern.

Rostock-Lichtenhagen ist ein zentrales Thema der regionalen und nationalen Geschichtsaufarbeitung, das bis heute in Mecklenburg-Vorpommern nachwirkt. Kulturelle Werke, die dieses Kapitel aufgreifen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und gesellschaftlicher Mitverantwortung. Die Verbindung von Musik und politischer Erinnerungsarbeit zeigt, wie Kultur gesellschaftliche Debatten anstoßen und Empathie für Betroffene fördern kann.