Schleppnetzfischerei: Schäden übersteigen Gewinne laut Studie
Wenn industrielle Fischereimethoden langfristig mehr zerstören als sie einbringen, zahlen am Ende alle dafür – über höhere Preise, zusammenbrechende Bestände und öffentliche Mittel für den Wiederaufbau mariner Ökosysteme. Eine ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung, die externe Schäden einbezieht, ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Wirtschaftspolitik und schützt letztlich auch kleinstrukturierte Fischereien.
Für die Ostseeküste in MV ist diese Debatte konkret: Kleine Küstenfischereien konkurrieren mit industriellen Methoden, die kurzfristig Massen fangen, aber die Lebensgrundlage langfristig zerstören. Politische Konsequenzen auf EU-Ebene, etwa strengere Regulierung der Grundschleppnetzfischerei in Küstennähe, könnten regionalen Betrieben zugutekommen – wenn die Umsetzung nicht wieder im Brüsseler Kompromiss versickert.