Schleppnetzfischerei: Schäden übersteigen Gewinne um ein Vielfaches
Intakte Meeresökosysteme sind eine Gemeinschaftsgüter, deren Zerstörung langfristig alle trägt – wirtschaftlich wie ökologisch. Eine evidenzbasierte Fischereipolitik, die externe Kosten einrechnet, stärkt die Grundlage für eine nachhaltige Küstenwirtschaft und schützt die Biodiversität als unverzichtbares öffentliches Gut.
Für Mecklenburg-Vorpommern als Ostsee-Küstenland mit eigener Fischereitradition ist die Debatte um Schleppnetzfischerei von unmittelbarer wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Küstennahe Gemeinden und Fischereigenossenschaften könnten von einem Umstieg auf selektivere Fangmethoden profitieren, die langfristig ergiebigere Bestände sichern. Die Studie bietet eine Grundlage, um auf EU-Ebene und in der Landespolitik konkrete Schritte zur Regulierung einzufordern.