Ungarischer Oppositionsführer verspricht Akademiefreiheit und Unabhängigkeit
Die Wiederherstellung akademischer Unabhängigkeit ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionsfähige offene Gesellschaft, da freie Wissenschaft evidenzbasierte Politik erst ermöglicht. Der Artikel zeigt exemplarisch, welche strukturellen Schäden politische Einflussnahme auf Wissenschaftsinstitutionen anrichten kann – und welche demokratischen Erneuerungsversprechen nötig werden, um Vertrauen zurückzugewinnen.
Ungarn steht vor einem möglichen politischen Systemwechsel, bei dem die Wiederherstellung demokratischer Institutionen – darunter die Wissenschaftsfreiheit – zentral ist. Für Deutschland und die EU ist dies bedeutsam, weil die Akademieautonomie als explizites Kriterium für den Zugang zu EU-Fördermitteln verankert ist. Die angekündigten Maßnahmen, von Rückkehr in Horizon bis zur Erhöhung der F&E-Ausgaben, könnten als Blaupause für institutionelle Reformen in anderen osteuropäischen Ländern dienen.