Ungarn: Orbán-Ära endet, Magyar Péter wird Premierminister
Ein demokratischer Machtwechsel in Ungarn nach mehr als einem Jahrzehnt autoritärer Regierung ist ein Signal für die Resilienz demokratischer Zivilgesellschaften auch unter Druck. Für die offene Gesellschaft in Europa bedeutet das: Demokratie kann zurückgewonnen werden – aber die institutionellen Schäden, die Orbán hinterlässt, sind real und werden Magyar Péter vor immense Herausforderungen stellen.
Ungarn war in der EU das Paradebeispiel dafür, wie demokratische Institutionen systematisch ausgehöhlt werden können – Medienfreiheit, Justizunabhängigkeit, Zivilgesellschaft. Magyar Péters Sieg mit verfassungsgebender Mehrheit gibt ihm das Werkzeug, um gegenzusteuern. Ob dieser Wandel nachhaltig ist, hängt davon ab, ob die demokratischen Strukturen schnell genug gestärkt werden, bevor politische Erschöpfung einsetzt. Für Ostdeutsche, die wissen wie schnell politische Aufbrüche verpuffen können, ist das keine rhetorische Frage.