Demokratie & Zivilgesellschaft
US-Medienkonzentration bedroht Pressefreiheit
In den USA kontrollieren heute nur noch sechs Konzerne nahezu die gesamte Medienlandschaft – 1983 waren es noch 50 Unternehmen. Die Bundesbehörde FCC, die eigentlich als unabhängige Kontrollinstanz fungieren soll, hat unter politischem Druck mehrere umstrittene Medienfusionen genehmigt, darunter den Zusammenschluss von Nexstar und Tegna, der künftig 80 Prozent der US-Fernsehhaushalte abdeckt. Zivilgesellschaftliche Akteure und Staatsanwälte aus acht Bundesstaaten klagen gegen diese Entwicklung und warnen vor wachsenden Zensurrisiken, wenn wenige Eigentümer mit Nähe zur Regierung die öffentliche Meinungsbildung dominieren. Der Fall zeigt, wie wichtig unabhängige Medienregulierung und Medienvielfalt als Säulen demokratischer Gesellschaften sind.